was dürfen katzen nicht fressen

Was Katzen nicht essen dürfen

Katzen No Go’s

Weil die Katzen beim Essen so wählerisch sind, glauben wir manchmal, dass sie selbst wissen, was für sie am besten ist. Doch das ist nicht immer der Fall, denn viele Lebensmittel, die für die Katze lecker erscheinen und die Katze auch sofort essen würde, sind für sie eigentlich giftig und sogar lebensgefährlich. Lebensmittel, die nicht speziell für Katzen bestimmt sind, können das Verdauungssystem beeinflussen und Erbrechen, Durchfall oder Appetitlosigkeit verursachen. Sie müssen deshalb sicherstellen, dass Ihre Katze nur das beste Futter für ihre Ernährungsbedürfnisse erhält. 

Es folgt eine Liste an bekannten Lebensmitteln, die Katzen nicht essen dürften:

  1. Zwiebeln und Knoblauch

Zwiebeln, Knoblauch, Schalotten und Frühlingszwiebeln können die roten Blutkörperchen Ihrer Katze schädigen und zu Anämie führen. Diese Lebensmittel sind sogar giftig, wenn sie in großen Mengen verzehrt werden. Die Einwirkung konzentrierter Formen von Zwiebeln oder Knoblauch, wie Zwiebelsuppe oder Knoblauchpulver, kann ebenso toxisch sein. Katzen mit Symptomen von Lethargie, Schwäche, vermindertem Appetit, hellem Zahnfleisch und orangem bis dunkelrotem Urin sollten sofort zum Tierarzt gebracht werden.

  1. Rohe Eier, rohes Fleisch und Knochen

Genauso wie bei Menschen, kann der Verzehr von rohen Eiern oder rohem Fleisch bei Katzen zu Salmonellen- oder E. coli-Vergiftungen führen. Die Symptome können dabei variieren, umfassen aber häufig Erbrechen, Durchfall und Lethargie. Salmonellen und E. coli können auch auf den Menschen übertragen werden. Waschen Sie sich deshalb immer gründlich die Hände nach Kontakt mit Rohfleisch und halten Sie Ihre Katze von diesen rohen Nahrungsmitteln fern. Rohe Eier enthalten auch ein Enzym, das bei Katzen Haut- und Fellprobleme verursachen könnte. Verhindern Sie ebenso, dass Ihre Katze rohe Knochen frisst, denn sie könnte daran würgen, ihren Verdauungstrakt verletzen oder sich die Zähne beschädigen.

  1. Schokolade 

Wir haben wohl alle gehört, dass Schokolade für Hunde sogar tödlich sein kann. Für Katzen ist die Schokolade genauso giftig, denn sie enthält Substanzen, die als Methylxanthine bezeichnet werden. Diese können zu Erbrechen und Durchfall, zu hoher Körpertemperatur, Muskelzittern, Herzrhythmusstörungen, Bauchschmerzen, verstärktem Durst und Krampfanfällen führen. Gehen Sie unbedingt zum Tierarzt, wenn bei Ihrer Katze eines dieser Symptome auftritt. Als Faustregel gilt, dass dunkle Schokolade gefährlicher ist als weiße Schokolade. Achtung: Methylxanthine kommen auch in koffeinhaltigen Getränken vor.

  1. Alkohol

Alkoholische Getränke und Lebensmittel, die Alkohol enthalten, können bei Ihrer Katze zu Erbrechen, Durchfall, Zittern, Desorientierung, Atemnot, Koma und sogar Tod verursachen. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Katze selbst eine geringe Menge Alkohol eingenommen hat, bringen Sie sie sofort zum Tierarzt.

  1. Milch und Milchprodukte

Auch wenn Ihre Katze gerne Milch trinkt, ist sie nicht unbedingt gut für sie. Katzen haben nämlich Schwierigkeiten, die Laktose in der Milch zu verdauen, was zu Magenverstimmungen oder Durchfall führen kann. Die meisten Katzen sind nur dann Laktose aus ihrer Muttermilch ausgesetzt, solange sie noch Kätzchen sind. Da Kätzchen nur einige Wochen Muttermilch trinken, sind ihre Verdauungssysteme oft nicht für die Wiedereinführung von Laktose gerüstet. 

  1. Trauben und Rosinen

Schon eine kleine Menge an Trauben oder Rosinen kann zu einer Erkrankung oder sogar zum Nierenversagen bei Ihrer Katze führen. Innerhalb von 12 Stunden nach der Einnahme tritt häufig Erbrechen auf. Weitere Anzeichen, die sich innerhalb von 24 Stunden zeigen können, sind Lethargie, Durchfall, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, vermindertes Wasserlassen und Bauchschmerzen. Obwohl es bei einigen Katzen keine negativen Auswirkungen gibt, geben Sie Ihrer Katze am besten keine Trauben und halten Sie die Trauben und Rosinen nicht auf Orten, die für Ihre Katze leicht zugänglich sind.

  1. Hundefutter

Obwohl Hundefutter für Ihre Katze nicht giftig ist, benötigt Ihre Katze dennoch andere Nährstoffe als ein Hund. Katzenfutter sollte reichlich Vitamin A, Taurin, Arachidonsäure und Eiweiß enthalten, während Hundefutter deutlich weniger Nährstoffe enthält. Hunde können mit einem geringeren Vitamin A- und Protein-Spiegel überleben, Katzen dagegen nicht. Hunde können auch selbst Taurin und Arachidonsäure produzieren, während Katzen diese Säuren mit der Nahrung einnehmen müssen. Ohne eine ausreichende Menge an Taurin, können sich bei Katzen Herzkrankheiten, Sehstörungen und Zahnprobleme entwickeln.

  1. Thunfisch

Kleine Mengen an Thunfisch können Ihrer Katze zwar nichts anhaben, doch eine ständige Thunfisch-Diät kann zu Unterernährung führen, weil Thunfisch nicht alle Nährstoffe beinhaltet, die eine Katze benötigt. Zu viel Thunfisch kann auch eine Quecksilbervergiftung verursachen. 

  1. Koffein

Koffein in ausreichender Menge kann für eine Katze tödlich sein. Und es gibt kein Gegenmittel. Zu den Symptomen einer Koffeinvergiftung zählt Unruhe, schnelles Atmen, Herzklopfen und Muskelzittern. Neben Tee und Kaffee, einschließlich Kaffeebohnen, kann Koffein auch in Kakao, Schokolade, Cola und aufputschenden Getränken wie Red Bull gefunden werden. Es ist auch in einigen Medikamenten und Schmerzmitteln zu finden.

  1. Leber

Kleine Mengen an Leber sind zwar in Ordnung, aber zu viel Leber könnte bei der Katze eine Vitamin A Toxizität verursachen. Dies ist eine ernste Erkrankung, die die Knochen Ihrer Katze beeinträchtigen kann. Zu den Symptomen zählen deformierte Knochen, Knochenwachstum an Ellbogen und Wirbelsäule sowie Osteoporose. Vitamin A Toxizität kann im schlimmsten Fall auch zum Tod führen.

  1. Zu viele Leckereien

Zu oft und zu viel essen, kann bei Katzen dasselbe bewirken wie bei Menschen: Es kann zu Übergewicht und sogar zu Diabetes führen. Es ist auch wichtig, dass Sie Ihre Katze von rohem Teig fernhalten, denn er bewirkt eine Ausdehnung des Magens. 

  1. Menschliche Medizin

Die Einnahme eines Medikaments für den Menschen ist eine der häufigsten Vergiftungsursachen bei Katzen. Bewahren Sie deshalb sämtliche Arzneimittel weg von den Augen der Katze auf. Geben Sie Ihrer Katze niemals rezeptfreie Medikamente, es sei denn, Ihr Tierarzt hat es so empfohlen. Inhaltsstoffe wie Acetaminophen oder Ibuprofen sind in Schmerzmitteln und Erkältungsmitteln üblich und sie können für Ihre Katze tödlich sein.

Fazit

Das Leben und Wohlbefinden Ihrer Katze hängt von der Art der Nahrung ab, die sie isst. Indem Sie giftige und gefährliche Lebensmittel außer Reichweite halten und sicherstellen, dass Ihre Katze ausgewogene Lebensmittel konsumiert, helfen Sie ihr dabei, gesund zu bleiben.

Wenn Sie bemerken oder den Verdacht haben, dass Ihre Katze eines dieser Lebensmittel verzehrt hat, bringen Sie sie sofort zum Tierarzt. Während einige dieser Lebensmittel Ihrer Katze nur leichte Beschwerden verursachen können, können andere für ihre Gesundheit weitaus gefährlicher sein. Im Zweifelsfall bitten Sie immer Ihren Tierarzt um Rat.